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“Die Antwort lautet: Der Sinn von Politik ist Freiheit.” – Hannah Arendt


Liebe Frauen,
wir bieten über den Sommer ein abwechslungsreiches Programm von Webinaren über Demos und Diskussionsveranstaltungen bis hin zu Lesungen. Da ist sicher für jede das passende Format dabei!
Unsere nächsten Veranstaltungen findet Ihr unten.
Wir freuen uns auf Euch!
Das Frauenhetz-Team


Freitag, 10. Juli 2020, 18:00 Uhr
Gemeinsam gegen Faschismus, Rassismus und Männergewalt
Frauendemo ab Columbusplatz

Am 24. Juni wurde in Favoriten die Frauenkundgebung des Bündnisses Europäische Frauensolidarität von faschistischen, frauenfeindlichen Gruppen angegriffen und in der Folge auch linke Strukturen im Bezirk. Wir linke, feministische, revolutionäre Frauen lassen uns von reaktionären, faschistischen und chauvinistischen Angriffen nicht einschüchtern.
Die Frauenkundgebung richtete sich gegen Gewalt gegen Frauen und Femizide in Österreich und weltweit und fand seit Anfang April mehrmals in verschiedenen Bezirken in Wien gemeinsam mit anderen feministischen Gruppen statt. Mehrere Male wurde die Frauenkundgebung sowohl sexistisch als auch rassistisch angegriffen.
Wir kämpfen für ein Ende der sexistischen Männergewalt gegen Frauen! Wir rufen gemeinsam mit unseren Schwestern weltweit: Keine Frau weniger – Wir wollen uns lebendig! Wir lassen uns nicht spalten und nicht nationalistisch instrumentalisieren! Frauenkampf ist antirassistisch und antifaschistisch. Das Patriarchat ist global und unser Kampf ist international.
Frauen leben Freiheit!
Gemeinsam gegen Faschismus, Rassismus und Männergewalt!
Kommt zur Frauendemo!
Treffpunkt: Columbusplatz, 1100 Wien, im Anschluss an die Kundgebung gemeinsamer Marsch zum Karlsplatz, 1040 Wien.
Anfahrt mit öffentlichem Verkehr vom Hauptbahnhof: Linie O Richtung Raxstraße/Rudolfshügelgasse bis Haltestelle Columbusplatz.
Anfahrt mit öffentlichem Verkehr vom Stadtrand / über Reumannplatz:  Linie U1 Richtung Leopoldau bis Haltestelle Keplerplatz, Ausgang Raaber-Bahn-Gasse.


Die Veranstaltung am 11. Juli 2020 Eine sozial-ökologische Transformation ist feministisch oder sie ist nicht musste aufgrund zu geringer Teilnehmerinnenzahl leider abgesagt werden. Wir planen bereits einen Nachholtermin und werden Euch darüber zeitgerecht informieren.


Mittwoch, 15. Juli 2020, 18:00 – 20:00 Uhr
Seminarraumgespräch – Denken in Präsenz
Was bedeutet die Feminisierung der Armut für feministisch-politisches Denken und Handeln? Die Coronazeit hat diese Frage wie im Brennglas aktualisiert…

Mit BRIGITTE BUCHHAMMER, Philosophin (Schwerpunkt Sozialphilosophie, feministische Theorie), Gründerin und derzeitige Obfrau der Society of Women in Philosophy (SWIP Austria)

In unseren Seminarraumgesprächen kann leidenschaftlich und mit Muße in Präsenz über Gegenwärtiges nachgedacht werden. Exklusiv für Frauen.

Kuratiert und moderiert von Birge Krondorfer
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Anmeldung bei office@frauenhetz.at; Betreff: Anmeldung VA 15. Juli 2020


Donnerstag, 30. Juli, 19:30 Uhr
+++ Special Summer Event +++
Lesung von Andrea Roedig

„Obwohl: es geht in meiner Arbeit eben oft um Themen wie sexuellem Missbrauch, Feminismus, queere Identität, #MeToo, Transsexualität … über Schuldgefühle nach dem Sex, wie es ist, Testosteron zu nehmen und wem ein Mutterbauch gehört.“

Das Buch: Schluss mit dem Sex. Wünschelruten, Testosteron und anderes Zeugs. (2019)

Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Festplatz vorm Yella Yella! Maria-Tusch-Str. 2 (Seestadt). Bei Schlechtwetter indoor.
Eine Kooperation von Frauenhetz mit Yella Yella! Nachbar_innentreff.
Im Rahmen der Kultur-Donnerstage (Life-Music & Queer Performances) im Juli & August Programm: www.yellayella.at

Für alle Geschlechter offen.


Offener Brief vom FZ-Wien

Das ist Verrat von nebenan!

Die WUK-Vorstandssitzung hat (laut eigenen Angaben) am 31. März 2020 den Beschluss gefasst und zwei Vertreterinnen des WUK-Vorstandes haben am 02. April 2020 einen Mietvertrag mit der Stadt Wien für das ganze Gebäude unterschrieben!
Und das,
obwohl das WUK nicht für das ganze Gebäude, sondern nur über die Stiege 1-5 unterschreiben kann, da das FZ (Stiege 6) seit der Besetzung 1981 eine eigenständige Bestandsnehmerin im Gebäude Währingerstraße 59 ist!
und
obwohl der WUK-Vorstand von der Generalsversammlung des WUK nicht legitimiert wurde!

Der WUK-Vorstand hat die (für 15.03. geplante) Generalsversammlung des WUK, auf „nach-Corona“ verschoben. Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien nutzen den „Ausnahmezustand“ für ein autoritäres Vorgehen. Dies ist auch ein Schlag gegen die autonomen Gruppen und basisdemokratischen Strukturen im WUK. Wir nennen es ein KaK (*) – Verhalten!
(*) K u K – ehemals „Kaiserlich-Königlich“, aktuell neoliberal „Kurz und Kogler“

Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien wollen damit das FZ – ein autonom-feministischer öffentlicher Frauenort für Frauen, Lesben, Migrantinnen und Mädchen – dem WUK unterstellen. Wir lassen das nicht zu und nehmen das nicht hin. Wir lassen uns nicht zwangsverheiraten. FZ bleibt eigenständig und widerständisch!

Die Stadt Wien verlangt einen Mietvertrag als „Gegenleistung“ für die notwendigen Sanierungsarbeiten zu der sie als „Hausbesitzer“ des denkmalgeschützten Gebäudes verpflichtet ist. Der Mietvertrag beinhaltet Miete für die Räume, die wir uns als FZ und sich auch etliche Gruppen im WUK nicht leisten könnten und zum Teil mit Subventionen ans WUK gegengerechnet werden. Und wir wissen, Subventionen können auch gekürzt und gestrichen werden….
Für das FZ-Wien gehen wir von einem „konkludenten Nutzungsvertrag“ aus, der weiterhin, seit nun mehr als 39 Jahren, besteht.
Die Stadt Wien zeigt mit ihrer illegitimen Mietvertragsunterzeichnung ihr selbstgefälliges, patriarchales und autoritäres Vorgehen;
patriarchal, weil sie einen eigenständigen Frauenraum einem gemischten Verein unterstellen will;
selbstgefällig weil sie laut Mietvertrag auch über die Nutzung von Teilen des Gebäudes, u.a. über den Hof, die Keller und Dachböden im WUK und im FZ, selbst bestimmen will;
autoritär, weil sie diese Mietvertragsunterschriften, über die Stimmen der WUK-Generalversammlung hinweg, mitträgt.

Solidarisiert euch mit dem FZ!
Solidarisiert euch mit den kritischen Stimmen und Gruppen im WUK!
Nehmt Kontakt auf und organisieren wir gemeinsamen Widerstand!

Wir haben vorab einen ähnlichen Offenen Brief an die Bereiche und autonomen Gruppen im WUK geschickt und diese zu einer Haus- und Hof-Versammlung am Samstag, 02. Mai 2020, 18:00 Uhr, im WUK- und FZ-Hof „zu ebener Erde“ und in den Räumen rund um die Stiege 6 eingeladen; mit 2 m Abstand und wenn nötig mit Schutzmasken. Wir stellen drei Megafone und, wenn es braucht, auch ein Mikrofon mit Lautsprecherbox zur Verfügung. Über mitgebrachte Speisen und Umtrunks und aktionistische Beiträge freuen sich alle. Ihr könnt auch gerne vorbei kommen!

Trotz und mit sozialem und politischem Ausnahmezustand – bleiben/werden wir solidarisch und widerständig!

feministische Grüße
FZ-Plenum vom 16.04.2020

Kontakt mit dem FZ: Mail: fzbleibt@riseup.net, Tel.: 0664-4710116


Pressetext, August 2019

Gespart wird, wo wenig zu holen, aber viel kaputt zu machen ist!
Feministische Organisationen kämpfen ums Überleben und fordern mehr Budget

Vertreterinnen* feministischer Organisationen, die im Jahr 2018 und 2019 von Kürzungen und Streichungen von Förderungen seitens des türkis-blauen Frauenministeriums betroffen waren und sind, führten am 26. August 2019 ein Gespräch mit Frauenministerin Ines Stilling. Sie wiesen auf ihre prekäre, existenzbedrohende Situation hin. Die Organisationen betonten, dass die Aufrechterhaltung bestehender Angebote schon allein aufgrund fehlender Valorisierungen in den letzten Jahren bereits schwierig war und sich die Situation durch die erneuten Streichungen bzw. Kürzungen der türkis-blauen Regierung verschärft hat. Die Frauenministerin zeigte großes Verständnis und sprach den Organisationen ihre Wertschätzung aus, gab aber zu bedenken, dass das Budget seit 2010 nicht mehr erhöht wurde und sie gegenwärtig keinen Handlungsspielraum hat.

Die Vertreterinnen* der Organisationen betonen: „Es darf nicht sein, dass zum Teil über Jahrzehnte aufgebaute Strukturen zur gesellschaftlichen Stärkung von Frauen* in ihrer Weiterarbeit gefährdet werden.“ Feministische Organisationen fordern, dass das Budget des Frauenministeriums erhöht wird, um die gesellschaftlich notwendige Arbeit voranzubringen.

Sämtliche Streichungen und Kürzungen müssen zurückgenommen werden!

Hier übermitteln wir eine ausführliche Stellungnahme, die der Frauenministerin überreicht wurde.

Für Rückfragen: Monika Jarosch, Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP (Innsbruck), Tel: 0650-2632870 oder Franziska Schrolmberger, ÖBV – Via Campesina Austria, Tel: 0660-1007065

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