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Liebe Frauen,

die Frauenhetz geht von Fr. 29.07.2022 bis Mo. 22.08.2022 in Sommerpause.

Anbei sind Lektüren und Audiomaterial für die Ferien.

Zu lesen gibt es zwei Reden der Frauenhetz. Die eine Rede wurde anlässlich der Fiesta de bienvenida con las Zapatistas am 22. September 2021verfasst, die andere ist im Rahmen des Feministischen Aktionstags am 12. Juni 2022 gehalten worden und nun auf Wunsch von Beteiligten auf unserer Homepage nachzulesen.

Weiters als Sommerlektüre steht ein Text von Nadja Meisterhans, welcher sich mit dem utopischen Potential feministischer Ansätze in Zeiten des autoritären Backlash im Kontext des Neoliberalismus beschäftigt, zur Verfügung.
Sowie ein Text von Simone Müller zur „Sorge um die Zukunft in postanthropozentrischen Welten – Der Ökofeminismus von den 1970ern bis heute“. Der Vortag wurde am 26. April 2022 gehalten.

Nachhören könnt ihr die Buchpräsentation von Tove Soiland „Postödipale Gesellschaft“ von 28. Juni 2022 im Depot.

Zudem können wir schon auf einen kommenden Termin der Frauenhetz hinweisen. Die Frauenhetz ist beim FRAUENPUNKT am Volksstimmefest (3. – 4. September 2022) mit einem Infotisch und der Teilnahme an den geplanten Diskussionen zum Krieg und zu MehrfürCare vertreten.

Unten findet ihr auch zwei Lektüreempfehlungen der Frauenhetz für den Sommer!

Zum Schluss möchte die Frauenhetz noch auf den Unterstützungsaufruf von WAVE – WOMEN AGAINST VIOLENCE EUROPE teilen und zur Unterstützung aufrufen.

Mit feministischen Grüßen!

Das Frauenhetz-Team


Öffentliche Redebeiträge der Frauenhetz

Die beiden öffentlichen Reden seitens der Frauenhetz anlässlich der Fiesta de bienvenida con las Zapatistas am 22. September 2021 und des Feministischen Aktionstag am 12. Juni 2022 sind unter folgenden Link nachzulesen: Öffentliche Reden der Frauenhetz

Nadja Meisterhans 

Wider dem Tod der feministischen Utopie – Zum utopischen Potential feministischer Ansätze in Zeiten des autoritären Backlash im Kontext des Neoliberalismus.

Am 18. Februar 2020 war die Autorin in der Frauenhetz als Referentin im Rahmen der Seminarraumgespräche – Denken in Präsenz zu Gast. Der Vortrag mit dem Titel „Geschlechterdimensionen und Politik – psychoanalytische Perspektiven auf den Antifeminismus“ enthielt einige Grundgedanken des in der Femina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft (1-2019, S. 72- 84) erschienenen Beitrags.
https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v28i1.06.

Die Zusammenfassung des Textes ist unter Ausgewählte Seminarraumgespräche nachzulesen.

Simone Müller

Sorge um die Zukunft in postanthropozentrischen Welten – Der Ökofeminismus von den 1970ern bis heute“

Ökofeminist*innen stellen seit den 1970er Jahren ökologische Krisen in Zusammenhang mit der Unterdrückung von Frauen (und anderen “Anderen*”) sowie mit der Abwertung von Sorge(arbeit). Der Posthumanismus formuliert daran anschließend ein radikalisiertes Anliegen: Menschen jenseits von kategorialen Unterscheidungen in den planetaren Gesamtzusammenhang einzubetten, um zukunftsfähigere und gerechtere Alternativen zum Anthropozän zu entwerfen. Was muss verlernt, um- und neugelernt werden, um die Möglichkeit von Zukunft im Modus eines Sorgens für und Werdens mit Anderen* zu eröffnen?

Der Text von Simone Müller ist auf folgender Seite zu finden: Ausgewählte Seminarraumgespräche

Tove Soiland 

Postödipale Gesellschaft

Am 28. Juni 2022 präsentierte die feministische Theoretikerin in einer Veranstaltung der Frauenhetz die Bücher „Postödipale Gesellschaft“ (Bd. 1); „Sexuelle Differenz in der Postödipalen Gesellschaft“ (Bd. 2), Turia + Kant, Wien 2022 (Hg. Tove Soiland, Marie Frühauf, Anna Hartmann) im Depot.

Aus einer Synthese von Lacanscher Psychoanalyse und Marxismus ist in den letzten 20 Jahren eine internationale Debatte entstanden, in deren Zentrum die Zeitdiagnose einer postödipalen Gesellschaft steht. Dabei scheint das Schwinden des Ödipalen in westlich-kapitalistischen Gesellschaften einer neuartigen Form von Herrschaft Raum zu geben, die sich als „Biopolitik des Genießens“ bezeichnen lässt. Paradoxerweise und entgegen dem, was zu erwarten wäre, hat die Krise des Ödipalen aber auch neue geschlechterhierarchisierende Mechanismen hervorgebracht. Der Vortrag ist veröffentlicht auf:

Depot Kunst Youtube

Lektürempfehlung 

Elisa Fink

Gemeinsam gegen Rechts. Feministischer Aktivismus in Wien gegen den Rechtspopulismus in Österreich. Martapress, Hamburg 2021.

Das Buch, erschienen im November 2021, beschäftigt sich mit den Auswirkungen der ÖVP-FPÖ-Regierungspolitik auf den autonomen feministischen Aktivismus in Wien. Analysiert   werden die politischen Maßnahmen und ideologischen Debatten. Zu dem Buch wurden, neben anderen Quellen, Aktivistinnen, u.a. eine Vertreterin der Frauenhetz, interviewt.

Birge Krondorfer

Feministische Frauenbildung in Wien seit den 1970er Jahren.

Erste Erfassung einer undokumentierten Geschichte

Diese Pilotstudie, zu der auch 15 Protagonistinnen interviewt wurden, kann von Interessentinnen gegen eine Spende ab September in der Frauenhetz abgeholt werden.

(Hg. des Booklets: Verein Frauenhetz, 2022)


Unterstützungsaufruf von WAVE – WOMEN AGAINST VIOLENCE EUROPE von Maria Knaub

Betreff: Unterstützung für Frauen und Kinder in der Ukraine und in Nachbarländern

Liebe Kolleg*innen,

ich schreibe Ihnen vom Women Against Violence Europe (WAVE) Netzwerk, der europäischen Dachorganisation im Bereich Gewaltschutz mit Sitz in Wien, bestehend aus 154 Mitgliedern in 46 europäischen Ländern. Unsere Mitglieder sind Frauenschutzeinrichtungen, wie Frauenhäuser und Frauennotrufe, die aktiv Frauen* und Kinder vor Gewalt schützen. Mehr Infos zu uns und unserer Arbeit finden Sie hier: https://wave-network.org/

Wir bitten Sie darum: Helfen Sie uns das Leben von Frauen* und Kindern in der Ukraine zu

retten! Der Krieg in der Ukraine fügt Millionen von Menschen schreckliches Leid

zu, dabei sind Frauen* und Kinder besonders von seinen kurz- und langfristigen Folgen betroffen. Frauen*, Mädchen und LGBTQI+ Personen sind oft einem erhöhten Risiko geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt ausgesetzt und werden oft Opfer von sexuellen Übergriffen und Ausbeutung, die häufig auch als Kriegswaffe eingesetzt wird. Langfristig kann auch häusliche Gewalt durch bewaffnete Konflikte und Traumata noch verschlimmert werden. Trotz der schwierigen Situation, sind unsere drei

Mitgliedsorganisationen [https://wave-network.org/ukraine/] noch immer vor Ort in der Ukraine tätig. Sie unterstützen Frauen* und ihre Kinder dabei, vor Krieg und geschlechtsspezifischer Gewalt zu fliehen, stellen ihnen Übernachtungsplätze zur Verfügung, geben online und telefonische Auskunft und helfen dadurch einen sicheren Ausweg zu finden. Das alles, während unsere Kolleginnen vor Ort selbst akut gefährdet sind und ihre eigene Sicherheit riskieren. Mit Ihrer Spende können Sie Frauen*- und Menschenrechtsverteidigerinnen in der Ukraine und in den Nachbarländern unterstützen!

Hier finden Sie den Spendenlink:

https://www.betterplace.at/support-womens-human-rights-defenders-in-ukraine


Soweit nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen der Frauenhetz für Frauen.
Die Räume der Frauenhetz sind barrierefrei zugänglich.
Wir danken unserer Fördergeberin MA57 für die freundliche Unterstützung!

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