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“Die Antwort lautet: Der Sinn von Politik ist Freiheit.” – Hannah Arendt


Liebe Frauen,

bevor wir uns in den Urlaub verabschieden, präsentieren wir ein ganzes Paket an sommerlichen Spezialitäten.
Wir haben zwei neue Texte zu den Seminarraumgesprächen hinzugewinnen können, die wir euch unter diesem Link zur Verfügung stellen.
Als Reaktion auf die mediale Berichterstattung zur Demo des Frauenbündnisses gegen Faschismus, Rassismus und Männergewalt publizieren wir die brandaktuelle Presseaussendung des Bündnisses in unseren Lektüreempfehlungen.
Unsere Mitfrau Andrea Strutzmann sprach beim feministischen Raubaktionstag des Wiener Frauenstreikkomitees. Das Youtube-Video stellen wir euch hier zur Verfügung: http://frauenhetz.jetzt/feministische_bildung/bildungspolitischer-auftrag/
Und natürlich hoffen wir, euch in unserer Sommerresidenz, dem Yella Yella! in der Seestadt, willkommen heißen zu dürfen.

Das Frauenhetz-Team


Donnerstag, 30. Juli 2020, 19:30 Uhr
+++ Special Summer Event +++
Lesung von Andrea Roedig

„Obwohl: es geht in meiner Arbeit eben oft um Themen wie sexuellem Missbrauch, Feminismus, queere Identität, #MeToo, Transsexualität … über Schuldgefühle nach dem Sex, wie es ist, Testosteron zu nehmen und wem ein Mutterbauch gehört.“

Das Buch: Schluss mit dem Sex. Wünschelruten, Testosteron und anderes Zeugs. (2019)
Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Festplatz vorm Yella Yella! Maria-Tusch-Str. 2 (Seestadt). Bei Schlechtwetter indoor.
Eine Kooperation von Frauenhetz mit Yella Yella! Nachbar_innentreff.
Im Rahmen der Kultur-Donnerstage (Life-Music & Queer Performances) im Juli & August. Das gesamte Programm findet ihr unter: www.yellayella.at

Für alle Geschlechter offen.


Donnerstag, 20. August 2020, 19:30 Uhr
+++ Special Summer Event 2 +++
Performance von Judith Klemenc

Sesshaftigkeiten – Fünf in Einer. Zuweisungen, Platzierungen, Ablehnungen

Unterschieden die Niveaus untereinander. Unterschieden die Herkünfte untereinander. Unterschieden die Kulturen untereinander. Unterschieden die Klassen untereinander. Untereinander die Sesseln, die miteinander und untereinander. Welche dazwischen.

Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Festplatz vorm Yella Yella! Maria-Tusch-Str. 2 (Seestadt). Bei Schlechtwetter indoor.
Eine Kooperation von Frauenhetz mit Yella Yella! Nachbar_innentreff.
Im Rahmen der Kultur-Donnerstage (Life-Music & Queer Performances) im Juli & August. Das gesamte Programm befindet sich hier: www.yellayella.at

Für alle Geschlechter offen.


Offener Brief vom FZ-Wien

Das ist Verrat von nebenan!

Die WUK-Vorstandssitzung hat (laut eigenen Angaben) am 31. März 2020 den Beschluss gefasst und zwei Vertreterinnen des WUK-Vorstandes haben am 02. April 2020 einen Mietvertrag mit der Stadt Wien für das ganze Gebäude unterschrieben!
Und das,
obwohl das WUK nicht für das ganze Gebäude, sondern nur über die Stiege 1-5 unterschreiben kann, da das FZ (Stiege 6) seit der Besetzung 1981 eine eigenständige Bestandsnehmerin im Gebäude Währingerstraße 59 ist!
und
obwohl der WUK-Vorstand von der Generalsversammlung des WUK nicht legitimiert wurde!

Der WUK-Vorstand hat die (für 15.03. geplante) Generalsversammlung des WUK, auf „nach-Corona“ verschoben. Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien nutzen den „Ausnahmezustand“ für ein autoritäres Vorgehen. Dies ist auch ein Schlag gegen die autonomen Gruppen und basisdemokratischen Strukturen im WUK. Wir nennen es ein KaK (*) – Verhalten!
(*) K u K – ehemals „Kaiserlich-Königlich“, aktuell neoliberal „Kurz und Kogler“

Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien wollen damit das FZ – ein autonom-feministischer öffentlicher Frauenort für Frauen, Lesben, Migrantinnen und Mädchen – dem WUK unterstellen. Wir lassen das nicht zu und nehmen das nicht hin. Wir lassen uns nicht zwangsverheiraten. FZ bleibt eigenständig und widerständisch!

Die Stadt Wien verlangt einen Mietvertrag als „Gegenleistung“ für die notwendigen Sanierungsarbeiten zu der sie als „Hausbesitzer“ des denkmalgeschützten Gebäudes verpflichtet ist. Der Mietvertrag beinhaltet Miete für die Räume, die wir uns als FZ und sich auch etliche Gruppen im WUK nicht leisten könnten und zum Teil mit Subventionen ans WUK gegengerechnet werden. Und wir wissen, Subventionen können auch gekürzt und gestrichen werden….
Für das FZ-Wien gehen wir von einem „konkludenten Nutzungsvertrag“ aus, der weiterhin, seit nun mehr als 39 Jahren, besteht.
Die Stadt Wien zeigt mit ihrer illegitimen Mietvertragsunterzeichnung ihr selbstgefälliges, patriarchales und autoritäres Vorgehen;
patriarchal, weil sie einen eigenständigen Frauenraum einem gemischten Verein unterstellen will;
selbstgefällig weil sie laut Mietvertrag auch über die Nutzung von Teilen des Gebäudes, u.a. über den Hof, die Keller und Dachböden im WUK und im FZ, selbst bestimmen will;
autoritär, weil sie diese Mietvertragsunterschriften, über die Stimmen der WUK-Generalversammlung hinweg, mitträgt.

Solidarisiert euch mit dem FZ!
Solidarisiert euch mit den kritischen Stimmen und Gruppen im WUK!
Nehmt Kontakt auf und organisieren wir gemeinsamen Widerstand!

Wir haben vorab einen ähnlichen Offenen Brief an die Bereiche und autonomen Gruppen im WUK geschickt und diese zu einer Haus- und Hof-Versammlung am Samstag, 02. Mai 2020, 18:00 Uhr, im WUK- und FZ-Hof „zu ebener Erde“ und in den Räumen rund um die Stiege 6 eingeladen; mit 2 m Abstand und wenn nötig mit Schutzmasken. Wir stellen drei Megafone und, wenn es braucht, auch ein Mikrofon mit Lautsprecherbox zur Verfügung. Über mitgebrachte Speisen und Umtrunks und aktionistische Beiträge freuen sich alle. Ihr könnt auch gerne vorbei kommen!

Trotz und mit sozialem und politischem Ausnahmezustand – bleiben/werden wir solidarisch und widerständig!

feministische Grüße
FZ-Plenum vom 16.04.2020

Kontakt mit dem FZ: Mail: fzbleibt@riseup.net, Tel.: 0664-4710116


Pressetext, August 2019

Gespart wird, wo wenig zu holen, aber viel kaputt zu machen ist!
Feministische Organisationen kämpfen ums Überleben und fordern mehr Budget

Vertreterinnen* feministischer Organisationen, die im Jahr 2018 und 2019 von Kürzungen und Streichungen von Förderungen seitens des türkis-blauen Frauenministeriums betroffen waren und sind, führten am 26. August 2019 ein Gespräch mit Frauenministerin Ines Stilling. Sie wiesen auf ihre prekäre, existenzbedrohende Situation hin. Die Organisationen betonten, dass die Aufrechterhaltung bestehender Angebote schon allein aufgrund fehlender Valorisierungen in den letzten Jahren bereits schwierig war und sich die Situation durch die erneuten Streichungen bzw. Kürzungen der türkis-blauen Regierung verschärft hat. Die Frauenministerin zeigte großes Verständnis und sprach den Organisationen ihre Wertschätzung aus, gab aber zu bedenken, dass das Budget seit 2010 nicht mehr erhöht wurde und sie gegenwärtig keinen Handlungsspielraum hat.

Die Vertreterinnen* der Organisationen betonen: „Es darf nicht sein, dass zum Teil über Jahrzehnte aufgebaute Strukturen zur gesellschaftlichen Stärkung von Frauen* in ihrer Weiterarbeit gefährdet werden.“ Feministische Organisationen fordern, dass das Budget des Frauenministeriums erhöht wird, um die gesellschaftlich notwendige Arbeit voranzubringen.

Sämtliche Streichungen und Kürzungen müssen zurückgenommen werden!

Hier übermitteln wir eine ausführliche Stellungnahme, die der Frauenministerin überreicht wurde.

Für Rückfragen: Monika Jarosch, Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP (Innsbruck), Tel: 0650-2632870 oder Franziska Schrolmberger, ÖBV – Via Campesina Austria, Tel: 0660-1007065

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