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“Die Antwort lautet: Der Sinn von Politik ist Freiheit.” – Hannah Arendt


Liebe Frauen,

während der verordneten Veranstaltungspause haben wir alternativ unsere digitalen Angebote erweitert.

Jetzt gibt es auf unserer Webseite ein wichtiges Lesestück zum Thema Frauen pflegen Frauen mit Demenz: http://frauenhetz.jetzt/publikationen/ausgewaehlte-seminarraumgespraeche/

Außerdem hat Margit Hauser unter Mitarbeit von Birge Krondorfer auf Anregung der Initiative Minderheiten eine Kleine Geschichte der FrauenLesbenbewegung in Österreich – bestehend aus drei Teilen – verfasst, welche Ihr hier nachlesen könnt: http://frauenhetz.jetzt/publikationen/unsere_publikationen/

Überdies stellen wir Euch unter Hetz zum Hören einen feministischen Song zur Jetztzeit unter dem Titel Systemrelevant zur Verfügung: http://frauenhetz.jetzt/publikationen/hetz-zum-hoeren/

Es ist uns ein Anliegen, auf den Kampf um Anerkennung des Autonomen FrauenLesbenMigrantinnenZentrums (FZ) in Wien hinzuweisen. Die Aktivistinnen des FZ haben dazu einen Offenen Brief verfasst, der am Ende unseres Programms hier auf der Startseite zu lesen ist.

In Folgendem informieren wir Euch über das geplante Mai-Programm samt Ausweichterminen beziehungsweise virtuellen Alternativen.

Das Frauenhetz-Team


In NEUER Form: Montag, 25. Mai 2020, 18:00 – 20:00 Uhr

Manifest zur kritischen Erwachsenenbildung

Jitsi-Workshop für Frauen

Die Thesen des Statements, verfasst von einer Aktionsgruppe verschiedener Erwachsenenbildungsträger, an der auch Andrea Strutzmann für die Frauenhetz beteiligt war, richten sich an alle, die sich „nicht derart regieren lassen wollen“ und den Auftrag und die Möglichkeit der Erwachsenenbildung ernst nehmen, zu einer Gesellschaft beizutragen, die ein gutes Leben für alle ermöglicht. Wir wollen uns dem Text widmen und fragen, was das Manifest für feministische Bildung bedeutet, was brauchbar ist, was fehlt und welche Konsequenzen es für eine emanzipatorische Frauenbildungspraxis haben kann.

Leitung und Moderation: Andrea Strutzmann

Bitte um Anmeldung bis Freitag, 22. Mai 2020, unter office@frauenhetz.at

Der Workshop wird auf Jitsi stattfinden. Der Einstiegslink und das Manifest werden ein paar Tage vorher zugeschickt.

Das Manifest zur kritischen Erwachsenenbildung ist auch auf unserer Webseite abrufbar: http://frauenhetz.jetzt/publikationen/lektuereempfehlungen/


ursprünglich geplant für Samstag, 9. Mai 2020, 12:30 Uhr

KriLit – Lesung frauenhetz

Von Birge Krondorfer: Nicht dermaßen angepasst werden. Frauen-Bildung zur Demokratie.

Vom 8.-10. Mai finden die Kritischen Literaturtage statt. Neben der Lesung haben wir einen Büchertisch mit unseren Publikationen.

Ort: Brunnenpassage, Brunnengasse 71, 1160 Wien

Gesamtes Programm: https://krilit.wordpress.com/

Die Veranstaltung wurde auf 06.– 08. November 2020 verschoben.


ursprünglich geplant für Samstag, 16. Mai 2020, 10:30 Uhr

Frauen-Frühstück: Erinnern nach vorn

Anlässlich des Gedenkens an Irma Schwagers 100sten Geburtstags gibt es Gespräche mit Florence Hervé (Deutschland, Publizistin und seit 1975 in der Internationalen Frauenbewegung engagiert) und Erni Friholt (Schweden, seit 40 Jahren Aktivistin für Frieden, Friedenspädagogik und Frauenrechte).

Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien

Eine Kooperation von BDFÖ mit Frauenhetz

Und am 17. Mai um 11:00 findet im Wiener Kosmos-Theater eine Matinee zu Ehren von Irma Schwager statt, an der wir aktiv teilnehmen.

Die Veranstaltung wird voraussichtlich am 21. und 22. November 2020 stattfinden.


ursprünglich geplant für Mittwoch, 20. Mai 2020, 18:00 – 20:00 Uhr

Seminarraumgespräch – Denken in Präsenz

Über Schwangerwerdenkönnen. Und Mutterschaft als kein „natürliches“ Verhältnis.

Mit ANTJE SCHRUPP aus Frankfurt, Politikwissenschaftlerin, Übersetzerin und Autorin. Verfasserin des Buches “Schwangerwerdenkönnen. Essay über Körper, Geschlecht und Politik“.

In unseren Seminarraumgesprächen kann leidenschaftlich und mit Muße in Präsenz über Gegenwärtiges nachgedacht werden.

Kuratiert und moderiert von Birge Krondorfer

Die Veranstaltung soll vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen nachgeholt werden.


ursprünglich geplant für Sonntag, 31. Mai 2020, ab 14:00 Uhr

A social ecological transformation is feminist or it will not be

In this session we want to explore three avenues: first, report that feminism has always been criticizing patriarchal growth ideologies, second, reflect on the concept of transformation from a feminist perspective as it is ambiguous, and third, reflect on core feminist transformation paths and related strategies.

Leitung: Margit Appel (Netzwerk Grundeinkommen), Elisabeth Klatzer (Feminist ATTAC!/Femme Fiscale), Birge Krondorfer (Frauenhetz)

Die Session findet im Rahmen des Tracks „Diversity & Social Inclusion“ auf der Degrowth Vienna Conference: Strategies for a Social Ecological Transformation statt.

Ort: Universität Wien

Gesamtprogramm der Konferenz vom 29. Mai bis 1. Juni: www.degrowthvienna2020.org/

Der Track „Diversity & Social Inclusion“ findet am Montag 1. Juni ohne unsere Session online statt. Aktualisierte Infos sind auf der gleichen Webseite.

Unsere Gedanken wollen wir im Sommer/Herbst als deutschsprachigen Workshop anbieten.


Offener Brief vom FZ-Wien

Das ist Verrat von nebenan!

Die WUK-Vorstandssitzung hat (laut eigenen Angaben) am 31. März 2020 den Beschluss gefasst und zwei Vertreterinnen des WUK-Vorstandes haben am 02. April 2020 einen Mietvertrag mit der Stadt Wien für das ganze Gebäude unterschrieben!
Und das,
obwohl das WUK nicht für das ganze Gebäude, sondern nur über die Stiege 1-5 unterschreiben kann, da das FZ (Stiege 6) seit der Besetzung 1981 eine eigenständige Bestandsnehmerin im Gebäude Währingerstraße 59 ist!
und
obwohl der WUK-Vorstand von der Generalsversammlung des WUK nicht legitimiert wurde!

Der WUK-Vorstand hat die (für 15.03. geplante) Generalsversammlung des WUK, auf „nach-Corona“ verschoben. Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien nutzen den „Ausnahmezustand“ für ein autoritäres Vorgehen. Dies ist auch ein Schlag gegen die autonomen Gruppen und basisdemokratischen Strukturen im WUK. Wir nennen es ein KaK (*) – Verhalten!
(*) K u K – ehemals „Kaiserlich-Königlich“, aktuell neoliberal „Kurz und Kogler“

Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien wollen damit das FZ – ein autonom-feministischer öffentlicher Frauenort für Frauen, Lesben, Migrantinnen und Mädchen – dem WUK unterstellen. Wir lassen das nicht zu und nehmen das nicht hin. Wir lassen uns nicht zwangsverheiraten. FZ bleibt eigenständig und widerständisch!

Die Stadt Wien verlangt einen Mietvertrag als „Gegenleistung“ für die notwendigen Sanierungsarbeiten zu der sie als „Hausbesitzer“ des denkmalgeschützten Gebäudes verpflichtet ist. Der Mietvertrag beinhaltet Miete für die Räume, die wir uns als FZ und sich auch etliche Gruppen im WUK nicht leisten könnten und zum Teil mit Subventionen ans WUK gegengerechnet werden. Und wir wissen, Subventionen können auch gekürzt und gestrichen werden….
Für das FZ-Wien gehen wir von einem „konkludenten Nutzungsvertrag“ aus, der weiterhin, seit nun mehr als 39 Jahren, besteht.
Die Stadt Wien zeigt mit ihrer illegitimen Mietvertragsunterzeichnung ihr selbstgefälliges, patriarchales und autoritäres Vorgehen;
patriarchal, weil sie einen eigenständigen Frauenraum einem gemischten Verein unterstellen will;
selbstgefällig weil sie laut Mietvertrag auch über die Nutzung von Teilen des Gebäudes, u.a. über den Hof, die Keller und Dachböden im WUK und im FZ, selbst bestimmen will;
autoritär, weil sie diese Mietvertragsunterschriften, über die Stimmen der WUK-Generalversammlung hinweg, mitträgt.

Solidarisiert euch mit dem FZ!
Solidarisiert euch mit den kritischen Stimmen und Gruppen im WUK!
Nehmt Kontakt auf und organisieren wir gemeinsamen Widerstand!

Wir haben vorab einen ähnlichen Offenen Brief an die Bereiche und autonomen Gruppen im WUK geschickt und diese zu einer Haus- und Hof-Versammlung am Samstag, 02. Mai 2020, 18:00 Uhr, im WUK- und FZ-Hof „zu ebener Erde“ und in den Räumen rund um die Stiege 6 eingeladen; mit 2 m Abstand und wenn nötig mit Schutzmasken. Wir stellen drei Megafone und, wenn es braucht, auch ein Mikrofon mit Lautsprecherbox zur Verfügung. Über mitgebrachte Speisen und Umtrunks und aktionistische Beiträge freuen sich alle. Ihr könnt auch gerne vorbei kommen!

Trotz und mit sozialem und politischem Ausnahmezustand – bleiben/werden wir solidarisch und widerständig!

feministische Grüße
FZ-Plenum vom 16.04.2020

Kontakt mit dem FZ: Mail: fzbleibt@riseup.net, Tel.: 0664-4710116


Pressetext, August 2019

Gespart wird, wo wenig zu holen, aber viel kaputt zu machen ist!
Feministische Organisationen kämpfen ums Überleben und fordern mehr Budget

Vertreterinnen* feministischer Organisationen, die im Jahr 2018 und 2019 von Kürzungen und Streichungen von Förderungen seitens des türkis-blauen Frauenministeriums betroffen waren und sind, führten am 26. August 2019 ein Gespräch mit Frauenministerin Ines Stilling. Sie wiesen auf ihre prekäre, existenzbedrohende Situation hin. Die Organisationen betonten, dass die Aufrechterhaltung bestehender Angebote schon allein aufgrund fehlender Valorisierungen in den letzten Jahren bereits schwierig war und sich die Situation durch die erneuten Streichungen bzw. Kürzungen der türkis-blauen Regierung verschärft hat. Die Frauenministerin zeigte großes Verständnis und sprach den Organisationen ihre Wertschätzung aus, gab aber zu bedenken, dass das Budget seit 2010 nicht mehr erhöht wurde und sie gegenwärtig keinen Handlungsspielraum hat.

Die Vertreterinnen* der Organisationen betonen: „Es darf nicht sein, dass zum Teil über Jahrzehnte aufgebaute Strukturen zur gesellschaftlichen Stärkung von Frauen* in ihrer Weiterarbeit gefährdet werden.“ Feministische Organisationen fordern, dass das Budget des Frauenministeriums erhöht wird, um die gesellschaftlich notwendige Arbeit voranzubringen.

Sämtliche Streichungen und Kürzungen müssen zurückgenommen werden!

Hier übermitteln wir eine ausführliche Stellungnahme, die der Frauenministerin überreicht wurde.

Für Rückfragen: Monika Jarosch, Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP (Innsbruck), Tel: 0650-2632870 oder Franziska Schrolmberger, ÖBV – Via Campesina Austria, Tel: 0660-1007065

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