Startseite


Liebe Frauen,

vor genau 40 Jahren haben lateinamerikanische und karibische Feministinnen den 25. November zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen erklärt. Bis heute hat dieser Tag nichts an Aktualität verloren.

Wir möchten daher auf zwei Möglichkeiten aufmerksam machen, den
25. November 2021 bewusst und kämpferisch zu begehen:

– Kundgebung und Demo organisiert vom Frauen-Lesben-Migrantinnen-Zentrum FZ Wien: 25.11., 17:00, Richard-Wagner-Platz, 1160 Wien – Kundgebung (offen für alle*) – ab 18:00 Frauendemo, Facebook-Event: https://fb.me/e/132TTDvMV

– Orange-Feather Initiative: Stille Post 25/11: Zoom-Meeting auf Einladung der Agency for Cultural Diplomacy Niederlassung Wien mit einem Beitrag der Frauenhetz: 25.11., 17:00 – 19:00, Infos & Einstiegslink: https://www.acdvienna.org/f-m-lifearts/orange-feather-initiative/art4orange-the-world/

Das Frauenhetz-Team



Nein zu Frauenfeindlichkeit und Rassismus auf höchster Ebene!

Statement von WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven

WIDE und weitere Frauenrechtsorganisationen und -Verbände verurteilen die frauenfeindlichen und rassistischen Äußerungen des (derzeit suspendierten) Leiters der Strafrechtssektion im Justizministerium, Christian Pilnacek, in einem Chat mit dem (inzwischen zurückgetretenen) Ex-ÖVP- Justizminister und Richter am Verfassungsgerichtshof, Wolfgang Brandstetter, bezogen auf zwei weibliche Mitglieder des Verfassungsgerichtshofs, darunter die Vize-Präsidentin des VfGH, auf das Schärfste.
Die Äußerungen werfen ein Blitzlicht auf misogyne und rassistische Einstellungen bis in die obersten Etagen des österreichischen Rechtssystems.
Diskriminierende Einstellungen und Äußerungen wie die bekannt gewordene Unterhaltung „unter Männern“ sind Teil der berühmten „gläsernen Decke“, an die Frauen und Angehörige von Minderheiten im Berufsleben so häufig stoßen. Dass sich Frauen beruflich qualifizieren, Leitungspositionen einnehmen und in der Öffentlichkeit tätig sind, sollte heutzutage selbstverständlich sein – ist es aber nicht. Erst recht nicht, wenn frau „schwarz“ ist. Davon haben jetzt immerhin viele Menschen erfahren.
Die unterzeichnenden Organisationen begrüßen die prompte und unmissverständliche Kritik durch den Präsidenten des Verfassungsgerichtshof und anderer Vertreter*innen von Justiz und Politik. Es ist ein wichtiges Signal an hochrangige Beamt*innen und Repräsentant*innen der Republik, dass Äußerungen dieser Art nicht hingenommen werden, sondern Konsequenzen haben.
Für uns alle geht es darum, in Fällen wie dem bekannt gewordenen ebenso wie im Alltag dagegenzuhalten, wenn Mädchen oder Frauen*, die über keine besondere berufliche Stellung verfügen, oder zum Beispiel sichtbare Muslim*innen verächtlich gemacht werden.
Es geht um den Respekt vor den Menschenrechten und der Menschenwürde – das nicht zu viel verlangt von hochrangigen Repräsentant*innen des Staates!
Wir weigern uns, in Zukunft Männer und Personen egal welchen Geschlechts, die sich über Frauen, Menschen anderer Hautfarbe oder Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer „anderen“ sozialen Gruppe verächtlich äußern, als Autoritäten zu akzeptieren! Wo wären diese selber ohne den Beitrag der Frauen?
Es wird Zeit, in Zukunft vor der Beförderung in höchste Ämter mit Vorbildwirkung die Bewerber*innen auf ihre Tauglichkeit für geschlechtergerechtes und antirassistisches Handeln zu überprüfen, auf der Basis von Kriterien für das Amt, in denen Kenntnisse und Praxis im Bereich der Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, Gleichbehandlung und sozialem Engagement ein hoher Stellenwert zukommt.
„Black lives matter“, und Frauen* verlangen Respekt!
Das Statement wird unterstützt von:
• Allianz GewaltFREI leben
• AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
• AK Frauenabteilung
• Evangelische Frauenarbeit
• FEM.A – Feministische Alleinerzieherinnen
• Femme Fiscale
• Frauenhetz, feministische Bildung, Kultur und Politik
• Österreichischer Frauenring
• One Billion Rising Austria
• Plattform 20000frauen
• Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
• WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven
Hintergrund:
ORF (2.6.2021): Pilnacek-Chats – „Missratene“ WKStA, VfGH „nach Kuba“, https://orf.at/stories/3215690/
Impressum & Kontakt:
WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven Margaretenstr. 166, 1050 Wien, office@wide-netzwerk.at, www.wide-netzwerk.at


 

Soweit nicht anders angegeben, sind die Veranstaltungen der Frauenhetz für Frauen.
Die Räume der Frauenhetz sind barrierefrei zugänglich.
Wir danken unserer Fördergeberin MA57 für die freundliche Unterstützung!

Folge uns auf Facebook

[custom-facebook-feed]