Frauenhetz – Veranstaltungen

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Unsere Journaldienstzeiten sind:
jeweils Montag und Dienstag von 10:30-14:30 Uhr, Donnerstag von 9:00-13:00 Uhr sowie nach Vereinbarung unter office@frauenhetz.at und finanzen@frauenhetz.at.

 

HETZ INFO
Die Eintragungswoche zum Frauen*Volksbegehren ist vom 1. bis 8. Oktober 2018, siehe frauenvolksbegehren.at

PROGRAMM IM HERBST – 25 Jahre Bildungsstätte Frauenhetz
Wir setzen auch im Herbst den Themenschwerpunkt Geschichte und Feministisches Geschichtsbewusstsein fort und erweitern das Bildungs- und Programmangebot ab Oktober mit weiteren Veranstaltungen rund um 25 Jahre Frauenhetz. SAVE THE DATES!

Vor 25 Jahren, im November 1993, wurde die Bildungstätte Frauenhetz nach 3-jähriger Vorbereitungszeit begründet.
Als Frauenraum, Bildungsort und Freiraum zu Sein, zu Sprechen, zum Vor- und zum Nachdenken. Als Denkraum und öffentlicher Raum, zur Orientierung, Selbstverortung und Selbstbestimmung. Verhandelt wurden und werden Demokratie- und geschlechterpolitische Themen ebenso wie feministische Theorien und Praxen – immer in Bezug zu der Frage nach Bildung und Frauen, in Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und den damit verbundenen Fragen nach dem guten Leben, im Individuellen ebenso wie in den gemeinsamen politischen und öffentlichen Räumen. „Das Private ist (das) Politisch(e)!“ Dieser Satz hat in all seinen Variationen bis heute nichts an Bedeutung, Spannung und Aktualität eingebüßt.
Die Denk-Räume, die wir im Rahmen unseres heurigen Jahresschwerpunktes Geschichte und feministisches Geschichtsbewusstsein und im Rahmen der Kooperationen mit dem Festival Nächte der Philosophinnen für unsere Besucherinnen im Oktober eröffnen wollen, stehen diesmal im Zeichen unserer Gründungsdenkerinnen Simone de Beauvoir, Luce Irigaray und Hannah Arendt.
Wir laden Euch/Sie sehr herzlich ein, mit uns in die Denkräume dieser Philosophinnen einzutreten und einzutauchen und auch die weiteren spannenden Programmangebote der Frauenhetz, die wir trotz der 100%igen Kürzung seitens des Frauenministeriums organisiert haben, im Oktober zu besuchen – SAVE THE DATES!

Montag, 15. Oktober 2018, 18:00-19:30
Podiumsgespräch mit Susanne Moser, Yvanka Raynova und Esther Redolfi-Widmann
Simone de Beauvoir – Gleichheitsfeminismus, Postmoderne und Aktualität

Das andere Geschlecht kann als das Grundlagenwerk der feministischen Theoriebildung angesehen werden. Welche Auswirkungen und Bedeutung hatte und hat es sowohl theoretisch als auch praktisch auf die verschiedenen Entwicklungsstränge der Frauenbewegungen? Kann man Beauvoir nur in die Schublade einer Gleichheitsfeministin schieben, oder sind bei ihr nicht sowohl Differenzansätze als auch postmoderne Überlegungen grundgelegt? Was war das Verhältnis von Beauvoir zu den Frauengruppen ihrer Zeit? Welche Aktualität hat Beauvoir, wenn es um Fragen wie Schwangerschaftsabbruch, Scheidung, Schutz vor Sexismus und Gewalt geht?
Susanne Moser, ist Universitätslektorin und hat ein Buch zu Freiheit und Anerkennung bei Simone de Beauvoir veröffentlicht; Yvanka Raynova ist Professorin für Gegenwartsphilosophie an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften; Esther Redolfi-Widmann forscht zum Interdisziplinaritätspotenzial von Beauvoir.
Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Bildungsstätte Frauenhetz – Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen Nächte der Philosophinnen. Das philosophisch-künstlerische Festival in Kooperation mit 25-Jahre Bildungsstätte Frauenhetz.
Eintritt frei – Spenden zur Deckung der Unkosten sind willkommen!
https://sites.google.com/view/naechte-der-philosophinnen/festival-2018

Montag, 15. Oktober 2018, 20:00-21:30
Performative Lesung eines fiktiven Dialoges mit Susanne Moser und Yvanka Raynova
Simone de Beauvoir und Edith Stein im Gespräch

Was verbindet die Philosophinnen, was trennt sie? Die um 17 Jahre ältere, zum Katholizismus konvertierte Edith Stein erlebt am eigenen Leib, was es bedeutet, eine Frau und eine Jüdin zu sein. Simone de Beauvoir gelingt es in ihrem 1949 erschienen Buch Le Deuxième Sexe – 7 Jahre nach Steins Ermordung in Auschwitz – die diesbezüglichen Ausschlussmechanismen aufzuzeigen. Beauvoir lehnt eine vorgegebene Natur der Frau ab, Stein hingegen nimmt einen Eigenwert der Frau an. Während sie an eine christliche Erlösung des Menschen glaubt, setzt Beauvoir auf Veränderungen der Gesellschaft.
Susanne Moser und Yvanka Raynova arbeiten u.a. auch im Institut für Axiologische Forschungen. http://www.iaf.ac.at/
Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Bildungsstätte Frauenhetz – Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen Nächte der Philosophinnen. Das philosophisch-künstlerische Festival in Kooperation mit 25-Jahre Bildungsstätte Frauenhetz.
Eintritt frei – Spenden zur Deckung der Unkosten sind willkommen!
https://sites.google.com/view/naechte-der-philosophinnen/festival-2018

Dienstag, 16. Oktober 2018, 18:00-19:30
Impulsvortrag und Diskussion mit Birge Krondorfer
Wider das Selbe. Einführendes in das Denken von Luce Irigaray

Luce Irigaray, Philosophin und Psychoanalytikerin, revolutionierte in den 1980er Jahren das feministisch-emanzipatorische Gedankengut. Der Abschied von der Logik des Selben, der Frauen auf den Platz des Spiegels für das männliche Subjekt verwiesen hat, ist für Irigaray unabdingbar für fundamentale Veränderungen der gesamten Kultur. Es reicht nicht, wenn Frauen vom unterdrückten Objekt zum selbstbestimmten Subjekt werden und sich dabei androzentrischen Maßstäben unterwerfen. Welche Wirkungen hatte diese radikale Vorstellung und was bedeutet sie heute?
Birge Krondorfer ist Universitätslektorin, Erwachsenenbildnerin, engagiert in feministischen Kontexten.
Moderation: Edith Ertl-Hofinger
Ort: Bildungsstätte Frauenhetz – Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen Nächte der Philosophinnen. Das philosophisch-künstlerische Festival in Kooperation mit 25-Jahre Bildungsstätte Frauenhetz.
Eintritt frei – Spenden zur Deckung der Unkosten sind willkommen!
https://sites.google.com/view/naechte-der-philosophinnen/festival-2018

Dienstag, 16. Oktober 2018, 20:00-21:30
Impulsvortrag und Diskussion mit Brigitta Keintzel
Die Unverzichtbarkeit der Kategorie Geschlecht: Luce Irigaray’s Denkeinsätze

„Die Philosophie, das Denken, der Diskurs verändern sich im Verhältnis zu den sozialen Bewegungen nicht schnell genug. Einer der Orte, wo in unserer Zeit eine solche Bewegung vorhanden ist, ist die ‚Welt der Frauen’“. In einer Re-Lektüre der Ethik der sexuellen Differenz von Luce Irigaray stellen sich Fragen: Was heißt es den Universalismus zu denken, ohne die Geschlechterdifferenz zu vernachlässigen? Was ist zu erwarten, wenn Geschlechterdifferenz ein unverzichtbarer Bestandteil einer philosophischen Betrachtungsweise ist? Welche Chancen birgt eine Ethik der sexuellen Differenz?
Brigitta Keintzel ist derzeit Elise-Richter Stelleninhaberin zu: Gender: G. W. F. Hegel – Franz Rosenzweig und Jacques Derrida am Institut für Philosophie, Universität Wien.
Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Bildungsstätte Frauenhetz – Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien
Eine Veranstaltung im Rahmen Nächte der Philosophinnen. Das Festival philosophisch-künstlerische Festival in Kooperation mit 25-Jahre Bildungsstätte Frauenhetz.
Eintritt frei – Spenden zur Deckung der Unkosten sind willkommen!
https://sites.google.com/view/naechte-der-philosophinnen/festival-2018

Hinweis: Die Veranstaltungen, die im Rahmen Nächte der Philosophinnen am 15. und am 16. Oktober in der Frauenhetz stattfinden, sind für alle offen.

Montag, 22. Oktober 2018, 18:00-20:00
Seminarraumgespräch – Denken in Präsenz
Frauenvolksbegehren – Wirkungen und Konsequenzen

Mit SONJA ABLINGER, Feministin, Sozialdemokratin, Lehrerin. In unseren Seminarraumgesprächen kann leidenschaftlich und mit Muße in Präsenz über Gegenwärtiges nachgedacht werden.
Kuratiert und moderiert von Birge Krondorfer
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht
Eintritt frei, Spenden willkommen

HETZ FILM am Dienstag, 23. Oktober 2018, 19:00
„Der subjektive Faktor“ (BRD, 1981) (138 Min.) von Helke Sander
Im thematischen Rahmen Geschichte und feministisches Geschichtsbewusstsein präsentieren wir einen historischen Film zu den Anfängen der Zweiten Frauenbewegung, mit anschließender Reflexion.

„Der subjektive Faktor“ (1981): In einer Mischung aus Spielfilm und Dokumentarszenen erzählt Helke Sanders autobiographisch gefärbter Film „Der subjektive Faktor“ (1981) von den Anfängen der Studentenbewegung und der neuen Frauenbewegung in Deutschland zwischen 1967 und 1970.
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Kino-Snacks und Getränke werden gereicht
Eintritt frei, Spenden willkommen

Samstag, 27. Oktober, 10:30-15:00
DENKZEITRAUM: Das Private ist politisch!
Was ist aus dem einflussreichen Slogan der Frauenbewegung geworden?

Wir wollen uns über die Erfolge dieser Erkenntnis und deren Verfälschung in den letzten Jahren mit kleinen Textausschnitten und entspannten Gesprächen verständigen.
Mit Birge Krondorfer, feministisch engagierte politische Philosophin
Teilnehmerinnen: min. 6 bis max. 15
Unkostenbeitrag: 10 € (Lektüre, Kopien, Kaffee, Gebäck)
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Anmeldung bis Donnerstag, 25.10. an office@frauenhetz.at
Denkzeitraum steht künftig zu aktuellen politisch-feministischen Fragen zur Verfügung.

Wir wünschen allen unseren Besucher*nnen einen anregenden Herbst mit dem aktuellen Programmangebot.

Das Team der Frauenhetz
WEIL ES FEMINISMUS BRAUCHT…

HETZ DISKURS
Als Reaktion auf die aktuellen Kürzungen seitens des Frauenministeriums haben sich Organisationen österreichweit vernetzt und wenden sich ihrerseits mit Informationen und Protesten an die Öffentlichkeit. Siehe dazu laufend unter Projekte > Kooperationen

HETZ ZUM NACH DENKEN
Aufgrund des zahlreichen Interesses an den Inhalten des Symposiums Krisenherd Demokratie. Kritik und Perspektiven am Samstag, den 7. Juli 2018 weisen wir gerne darauf hin, dass der Einführungsvortrag von Birge Krondorfer in folgender Zeitschrift erscheinen ist: stimme. Zeitschrift der Initiative Minderheiten, Titel: Gleiche unter Gleichen. 100 Jahre Wahlrecht für Frauen. Ausgabe 107, Sommer 2018, S. 10-12. Aus dem Ankündigungstext des Symposiums:
Wollen wir mehr als nur diskursiv und demonstrativ klagen, so sind wir als Handelnde und Entscheidungstragende konkret herausgefordert. Demokratie ist immer im Werden, jedoch kommt und bleibt sie nicht von allein.“

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM VERANSTALTUNGSBETRIEB
Die Veranstaltungen in der Frauenhetz sind – falls nicht anders angekündigt – für Frauen.
Die Räumlichkeiten der Frauenhetz sind barrierefrei zugänglich.

Aktueller Hinweis: Unsere nächsten Veranstaltungen sind bereits gepant! Seit August sind unsere Veranstaltungräume jedoch leider von einem Wasserschaden betroffen. Wir hoffen auf einen möglichst ungestörten Veranstaltungsbetrieb im Herbst.

Allgemeine Hinweise: Wir ersuchen um Verständnis dafür, dass die Mitnahme von Hündinnen/Hunden aus Allergiegründen in den Veranstaltungsräumen nicht erlaubt ist. Das Anleinen im Eingangsbereich ist möglich. Wir bitten wenn möglich um Voranmeldung.

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