Frauenhetz – Veranstaltungen

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Unserer kommendes Symposium von 23.-24. Juni 2017:

Freitag, 23. Juni und Samstag, 24. Juni 2017
Krisenherd Politik – Feministische und weitere Kritiken

Nicht nur heute fehlen minderheitengerechte Politikkonzepte und feministische Demokratietheorien und -praxen. Das Primat der Wirtschaft über die Politik ist nahezu selbstverständlich geworden, so dass beim Aufkommen neuer politischer oder sozialer Alternativen als erstes nach deren Finanzierbarkeit im bestehenden System gefragt wird. Obwohl die herrschenden Verhältnisse unterprivilegierte Gruppen immer weiter in das Prekariat drängen, wächst bei demokratischen Wahlen die Anhängerschaft rechter Populisten/innen. Der Neoliberalismus hat ein politisches Vakuum produziert, das scheinbar beliebig zu füllen ist. Von Postpolitik ist die Rede, Partizipation existiere nur zum Schein und Regieren reduziere sich auf Management. Andererseits kritisiert die „halbe Welt“ unser westliches Demokratiemodell als sehr wohl interessegeleiteten neokolonialen Hegemoniekomplex. Wie denken wir und was tun wir angesichts dieser Gemengelage? Unterschiedliche Perspektiven laden zu Gesprächen ein.

Freitag, 23. Juni 2017, 18 Uhr
Filmpräsentation mit anschließendem Austausch

„Was heißt hier Demokratie?“ (2016)
Diese Frage hat ein kleines Filmteam dutzenden Menschen in Österreich gestellt. Provokante, berührende, ärgerliche, begeisternde, liebevolle, bösartige, wurschtige, engagierte Antworten ergeben einen Einblick in das, was im historischen Augenblick unter Demokratie verstanden wird.
Mit Gabriela MARKOVIC, jo-eh!net. Plattform für demokratisierende Maßnahmen
Moderation: Birge Krondorfer
Tickets: Spenden

Samstag, 24. Juni, 10:30-16 Uhr
Symposium Krisenherd Politik – Feministische und weitere Demokratiekritiken

Welcome um 10:30 Uhr mit Kaffee, Tee und Brunch.
Beginn Impulsreferate 11 Uhr pünktlich.
Gemeinsames Reflektieren und  Entwerfen mit Inputs von und Diskussionen mit
Tyma KRAITT (freie Journalistin, Buchautorin) zu „Demokratie“-Hegemonie – welche Auswirkungen hat das auf Frauen im Nahen Osten und Nordafrika?
Karin LIEBHART (Politologin, NGO Gesellschaft für politische Aufklärung) zu Aktualisierung demokratiepolitischer Konzepte – wie mitreden und mitbestimmen?
Monika MOKRE (Politikwissenschaftlerin, Aktivistin im Bereich Asyl und Migration) zu  Migrationsgesellschaften – Chance oder Gefahr für Demokratie?
Andrea ROEDIG (freie Journalistin/ Publizistin; Herausgeberin Wespennest) zu Medienwandel und Kritik – wie klug ist die 4. Gewalt?
Ilse ROLLETT (Direktorin AHS Rahlgasse, Frauenhetz-Mitgründerin) zu Bildungspolitik und Entdemokratisierung – ist die Schule in der Krise?
Alexandra WEISS (Politikwissenschaftlerin, Sozial- und Geschlechterforscherin) zu Sozialstaat in der Krise – oder: wie geht Politisierung?
Moderation: Birge Krondorfer
Eintritt frei. Spenden willkommen.
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien