Frauenhetz – Veranstaltungen

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PROGRAMM IM HERBST – 25 Jahre Bildungsstätte Frauenhetz

Wir setzen auch im Herbst den Themenschwerpunkt Geschichte und Feministisches Geschichtsbewusstsein fort und erweitern das Bildungs- und Programmangebot ab Oktober mit weiteren Veranstaltungen rund um 25 Jahre Frauenhetz.

Wir laden Euch/Sie sehr herzlich ein, mit uns in die Denk-Räume im Oktober einzutreten und einzutauchen und die spannenden Programmangebote der Frauenhetz, die wir trotz der 100%igen Kürzung seitens des Frauenministeriums organisiert haben, zu besuchen.

Unsere Veranstaltungen im November 2018

Dienstag, 13. November 2018, 19:00
Rabenmutterland– Lesung von Elisabeth Malleier
Im Zentrum dieser Recherche steht die Geschichte zweier Frauen in Südtirol, Anna und Rosa. Beide waren Alleinerzieherinnen. Über die Auswirkungen von Politik auf Individuen in Zeiten zweier Diktaturen hinausgehend, thematisiert dieser Text auch mehrere Tabus aus den ersten Nachkriegsjahrzehnten der Südtiroler Gesellschaft, wie die Stigmatisierung von psychiatrisch Erkrankten, Alkoholismus und Gewalt in der Familie. In die Familiengeschichte mit eingeflochten sind auch Erinnerungen an die Kindheit und Jugend der dritten Generation, einer Enkelin von Rosa und Anna und Autorin dieses Buches, die im Südtirol der 1960er und 1970er Jahre aufwuchs.

Elisabeth Malleier, Historikerin, lebt als Angehörige des akademischen Prekariats in Wien. Sie hat neben Rabenmutterland (Edizioni Alpha Beta/Drava) im Rahmen ihrer Forschungen zur Geschichte sozialer Bewegungen, Geschichte jüdischer Frauen/vereine in Wien sowie Geschlechtergeschichte in Medizin und Krankenpflege publiziert.
Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht
Eintritt frei, Spenden willkommen

Freitag, 16. November 2018, 11:00-13:00
Neue Autoritarismen – Handlungsmöglichkeiten für die Zivilgesellschaft
mit Birge Krondorfer, Heidemarie Ambrosch, Elisabeth Ohnemus – AG Demokratie braucht Bildung
Der Workshop ist Teil der Tagung „Welche Bildung braucht die Demokratie? 100 Jahre Republik Österreich“ in der Arbeiterkammer Wien. Die Frauenhetz ist seit Jahren Mitglied der AG Demokratie braucht Bildung.
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien
Informationen auf der Website der AK Wien

Montag, 26. November 2018, 19:00
Lesung von Marlene Streeruwitz
Was heißt demokratisch sprechen. Demokratisch lesen. Demokratisch leben. Welche Voraussetzungen braucht es, sich wenigstens auf den Weg dahin zu machen. Und was hat das alles mit dem Geschlecht zu tun. Ist Feminismus eher ein Schimpfwort oder die Voraussetzung für Demokratisches. Wer hat Schuld an solchen Verwirrungen und was oder wer kann helfen. Und wenn die Welt nun untergeht, soll man oder frau sich überhaupt noch mit Demokratie beschäftigen oder doch lieber nach Neuseeland auswandern und sich in einer Erdhöhle verstecken. Und was hat das alles außerdem mit Literatur zu tun.
Mit anschließender Diskussion. Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Yella Yella!, Maria-Tusch-Straße 2, 1220 Wien, Aspern Seestadt
Eine Kooperation von ICH.DU.WIR.SEESTADT Nachbarschaftsbudget mit der Buchhandlung Seeseiten und der Frauenhetz
Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen.

Dienstag, 27. November 2018, 18:00-20:00
Seminarraumgespräch – Denken in Präsenz:
Militarisierung und Maskulinisierung der EU – Überlegungen zur Wahl des Europäischen Parlaments

Mit Elisabeth Klatzer, feministische Ökonomin, Femme Fiscale, Initiative Sonnenkabinett. In unseren Seminarraumgesprächen kann leidenschaftlich und mit Muße in Präsenz über Gegenwärtiges nachgedacht werden.
Kuratiert und moderiert von Birge Krondorfer
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht
Eintritt frei, Spenden willkommen

Mittwoch 28. November 2018, 17:00
Auf in die nächsten 70 Jahre!
Der Bund demokratischer Frauen Österreichs, 1948 von Lina Loos und Margarete Schütte-Lihotzky gegründet, feiert seine ersten 70 Jahre. Und wir feiern mit!
„Ohne Widerstand gibt es keinen Fortschritt.“ (Irma Schwager)

Programm:

  • Maren Rahmann (Rezitation, Gesang, Ziehharmonika): „Forward, Sisters, forward!“ Frauen- und Friedenslieder, auch zum Mitsingen.
  • Filmausschnitt „Irma & Irma – Jüdische Kommunistinnen in der Resistance“ von Hannes Gellner, über Irma Schwager, die langjährige (Ehren-)Vorsitzende des BDFÖ.
  • Doppelconference: Bärbel Danneberg (Chefredakteurin der „Stimme der Frau“ 1978-92) und Heidi Ambrosch (KPÖ-Frauensprecherin) lesen Highlights der Frauenbewegungsgeschichte, geben historische Einblicke in die frauenpolitische Debatte und Beispiele feministischer Aktivitäten – früher und heute.
  • Margot Hruby (Rezitation und Gesang), Uschi Schwarz (Klavier): „Frauen Friede Eierkuchen“ Chansons.
  • Preview in die Ausstellung „Pionierinnen – Heldinnen der Architektur“ im Margarete Schütte-Lihotzky-Club.
  • Überraschungsgäste!

Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen.
Buffet, Spenden erbeten

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 18 Uhr
Diskussion: AMS-Algorithmus – Benachteiligung von Frauen und Abkehr von einer arbeitsmarktpolitischen Verantwortung?
Das AMS wird in Kürze einen Deskriptor bei jeder arbeitsuchenden Person einspielen, der eine über einen Algorithmus ausgerechnete Integrationswahrscheinlichkeit pro Arbeitsuchender/n anzeigt. Dabei werden Arbeitsuchende in drei Kategorien eingeteilt: In jene mit hohen, mittleren und niedrigen Arbeitsmarktchancen. In weiterer Folge ist zumindest geplant, dass nicht mehr alle Arbeitsuchenden bzw. gewisse Zielgruppen Zugang zu den Förderinstrumenten haben werden, sondern dass bestimmte Förderungen nur mehr für Arbeitsuchende eines bestimmten Segments zugänglich sein sollten.

Der Algorithmus basiert auf unterschiedlichen Merkmalen, wie dem Geschlecht, dem Alter, der Ausbildung, des regionalen Arbeitsmarktbezirks, gesundheitlichen Beeinträchtigungen, der Vorkarriere oder Betreuungspflichten. Frauen sind aufgrund ihrer Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt und der immer noch überwiegenden Zuständigkeit für Betreuungsarbeit auch im Algorithmus entsprechend benachteiligt.  Dies bedeutet, dass die bekannten Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt damit weiter zementiert werden.

An diesem Abend soll diskutiert werden, welche konkreten Auswirkungen der Einsatz des Algorithmus in der AMS-Betreuung und die damit verbundene Strategie der „personalisierten Arbeitsmarktbetreuung“ für Frauen hat und ob eine entsprechende Strategie einer arbeitsmarktpolitischen Verantwortung noch gerecht werden kann.
Input: Ilse Leidl-Krapfenbauer, Referentin für Arbeitsmarktpolitik in der Abteilung Arbeitsmarkt und Integration der AK Wien
Moderation: Andrea Strutzmann
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Eintritt frei, Spenden willkommen.

Wir wünschen allen unseren Besucher*nnen einen anregenden Herbst mit dem aktuellen Programmangebot.

Das Team der Frauenhetz
…WEIL ES FEMINISMUS BRAUCHT

25 JAHRE FRAUENHETZ

Vor 25 Jahren, im November 1993, wurde die Bildungsstätte Frauenhetz nach 3-jähriger Vorbereitungszeit begründet.
Als Frauenraum, Bildungsort und Freiraum zu Sein, zu Sprechen, zum Vor- und zum Nachdenken. Als Denkraum und öffentlicher Raum, zur Orientierung, Selbstverortung und Selbstbestimmung. Verhandelt wurden und werden Demokratie- und geschlechterpolitische Themen ebenso wie feministische Theorien und Praxen – immer in Bezug zu der Frage nach Bildung und Frauen, in Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und den damit verbundenen Fragen nach dem guten Leben, im Individuellen ebenso wie in den gemeinsamen politischen und öffentlichen Räumen. „Das Private ist (das) Politisch(e)!“ Dieser Satz hat in all seinen Variationen bis heute nichts an Bedeutung, Spannung und Aktualität eingebüßt.

HETZ DISKURS
Als Reaktion auf die aktuellen Kürzungen seitens des Frauenministeriums haben sich Organisationen österreichweit vernetzt und wenden sich ihrerseits mit Informationen und Protesten an die Öffentlichkeit. Siehe dazu laufend unter Projekte > Kooperationen

HETZ ZUM NACH DENKEN
Aufgrund des zahlreichen Interesses an den Inhalten des Symposiums Krisenherd Demokratie. Kritik und Perspektiven am Samstag, den 7. Juli 2018 weisen wir gerne darauf hin, dass der Einführungsvortrag von Birge Krondorfer in folgender Zeitschrift erscheinen ist: stimme. Zeitschrift der Initiative Minderheiten, Titel: Gleiche unter Gleichen. 100 Jahre Wahlrecht für Frauen. Ausgabe 107, Sommer 2018, S. 10-12. Aus dem Ankündigungstext des Symposiums:
Wollen wir mehr als nur diskursiv und demonstrativ klagen, so sind wir als Handelnde und Entscheidungstragende konkret herausgefordert. Demokratie ist immer im Werden, jedoch kommt und bleibt sie nicht von allein.“

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM VERANSTALTUNGSBETRIEB
Die Veranstaltungen in der Frauenhetz sind – falls nicht anders angekündigt – für Frauen. Die Räumlichkeiten der Frauenhetz sind barrierefrei zugänglich.

Hinweis: Wir ersuchen um Verständnis dafür, dass die Mitnahme von Hündinnen/Hunden aus Allergiegründen in den Veranstaltungsräumen nicht erlaubt ist. Das Anleinen im Eingangsbereich ist möglich. Wir bitten wenn möglich um Voranmeldung.

DATENSCHUTZ
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