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“Die Antwort lautet: Der Sinn von Politik ist Freiheit.” – Hannah Arendt


Liebe Frauen,

wir freuen uns sehr, dass wir endlich wieder persönlich miteinander diskutieren können! Im Sinne der COVID-19-Regelung treffen wir für den Besuch unserer Veranstaltungen die folgenden Schutzmaßnahmen:

– maximal 12 Teilnehmerinnen
– Bitte um Voranmeldung unter <office@frauenhetz.at>
– Mund-Nasen-Schutz beim Eintreten
– 1 Meter Sitzabstand im Veranstaltungsraum
– Desinfektionsmittel und Papierhandtücher sind bereit gestellt.

Bis dahin gibt es auf der Unterseite Ausgewählte Seminarraumgespräche viel neues Lesefutter von vergangenen Seminarraumgesprächen, die um zwei Gespräche erweitert werden konnten.

In großer Vorfreude auf unser Wiedersehen

das Frauenhetz-Team


Dienstag, 09. Juni 2020, 18:00 Uhr
Beijing+25: 25 Jahre Weltfrauenkonferenz – wie geht’s weiter?

Wie weit wurde die vor 25 Jahren verabschiedeten Pekinger Erklärung und Aktionsplattform umgesetzt? Welche neuen Herausforderungen bestehen für die Erreichung von Geschlechtergerechtigkeit und das Empowerment von Frauen und Mädchen? Die Referentinnen berichten von der 64. Sitzung der UN-Frauenstatuskommission (CSW64) im März 2020 in New York zum Thema Beijing+25: Realizing gender equality and the empowerment of all women and girls.

Mit: Gertrude Eigelsreiter-Jashari, Soziologin, Niederösterreich, und

Rosa Logar, Geschäftsführerin der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie

Moderation: Sabine Prokop (VfW)
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe feminismen diskutieren des Verbands feministischer Wissenschafter*innen in Kooperation mit der Frauenhetz statt.
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.
Diese Veranstaltung ist für alle Geschlechter offen.

Anmeldung bei: office@frauenhetz.at Betreff: Anmeldung VA 09. Juni 2020

Freitag, 12. Juni 2020, 15:00 – 18:00 Uhr
Aktionstag Frauenstreik

Mit Redebeiträgen, Infotischen, Musik etc. Die Frauenhetz ist dabei.
Ab 19:00 Uhr wird es eine Demonstration geben.
Ort: Meidlinger Platzl (Meidlinger Hauptstraße 17, 1120 Wien)

Donnerstag, 18. Juni 2020, 18:00 – 20:00 Uhr
Von „Dienstbotinnen“ zu „Hausgehilfinnen“
Arbeits- und Lebensbedingungen im fremden Haushalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts
VORlesungsTRAG

Mit dem Hausgehilfengesetz von 1920 erhielten die meist weiblichen Bediensteten in fremden Haushalten formal Anteil an den Errungenschaften der Arbeiter*innen- und Frauenbewegungen. Aber dieser Erfolg war höchst ambivalent. Aus vielen der Rechte, die für andere Arbeiter*innen längst galten, wurden sie weiterhin herausgehalten. Der VORlesungsTRAG (Vortrag mit eingebetteter Lesung) lässt Hausgehilfinnen selbst zu Wort kommen und diskutiert ihre Arbeits- und Lebensbedingungen.

Mit: Jessica Richter, Historikerin und Sozialwissenschafterin, Dissertation zum häuslichen Dienst in Österreich vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1938. Forscht am Institut für Geschichte des ländlichen Raumes in St. Pölten. Vorstandsmitglied von fernetzt. Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte.

Und: Andrea Strutzmann (Frauenhetz), Theaterwissenschafterin und Germanistin, Erwachsenenbildnerin, forscht zu Arbeitsbedingungen von Frauen, und zu feministischen Bildungskonzepten.

Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.

Anmeldung bei: office@frauenhetz.at Betreff: Anmeldung VA 18. Juni 2020

Samstag, 27. Juni 2020, 12:00 – 18:00 Uhr
Leserunde zu Hannah Arendt

Anhand der gemeinsamen Lektüre eines Textes von Christina Thürmer-Rohr unter dem Titel Anfreunden mit der Welt – einer Welt in Scherben. Pluralität im politischen Denken von Hannah Arendt
wollen wir uns einer hervorragenden Denkerin annähern.

Vorwissen ist nicht vorausgesetzt, rege Diskussion erwünscht.
Der Workshop ist auch als Einführung in ein geplantes Symposium zu Hannah Arendt gedacht.

Leitung: Birge Krondorfer (Frauenhetz), politische Philosophin, feministisch engagiert.
Mindestens 6 Teilnehmerinnen
Unkostenbeitrag/Spende für Kopien, Kaffee, Tee, Kuchen und Snacks: 5 €

Anmeldung bei: office@frauenhetz.at Betreff: Anmeldung VA 27. Juni 2020

Montag, 29. Juni 2020, 18:00 Uhr
Der Zustand der Welt und ich – angesichts von Klimawandel, Artensterben und gesellschaftlichen Scheren
Vortrag und Diskussion mit Margarete Maurer

Was bedeutet Menschsein historisch und gegenwärtig in seiner Welt- und Naturbeziehung? Diese Frage bildet den ‚roten Faden’ zu Begriffen, Hypothesen, Fakten, Problemen, Kontextualisierungen und Lösungsansätzen in Bezug auf die Klimakrise. Unabdingbar für das Bestehen der Lebens-Bedingungen auf dieser Erde sind in der Debatte um die Klimakrise auch der Schutz der Bio-Diversität und die Forderung nach einer Agrarwende. Doch um was für eine Krise handelt es sich eigentlich? Und um welche Werte geht es dabei? Es werden Konzepte relevanter Wertekataloge vorgestellt, welche die Alltagspraxis und die Politik – auch unter Geschlechteraspekten – orientieren können (sollen). Wie wollen und können ‚wir’ so leben, dass alle, auch die nach uns Kommenden, möglichst gut und eben überhaupt leben können?

Margarete Maurer, Philosophin, Naturwissenschaftlerin, Gründerin des Rosa-Luxemburg-Instituts und Erfinderin des Festivals ‚Nächte der PhilosophInnen’.

Moderation: Birge Krondorfer
Eine Kooperation mit Nächte der PhilosophInnen.
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht. Eintritt frei, Spenden willkommen.
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.
Dieses Angebot ist für alle Geschlechter offen.

Anmeldung bei: office@frauenhetz.at Betreff: Anmeldung VA 29. Juni 2020


Offener Brief vom FZ-Wien

Das ist Verrat von nebenan!

Die WUK-Vorstandssitzung hat (laut eigenen Angaben) am 31. März 2020 den Beschluss gefasst und zwei Vertreterinnen des WUK-Vorstandes haben am 02. April 2020 einen Mietvertrag mit der Stadt Wien für das ganze Gebäude unterschrieben!
Und das,
obwohl das WUK nicht für das ganze Gebäude, sondern nur über die Stiege 1-5 unterschreiben kann, da das FZ (Stiege 6) seit der Besetzung 1981 eine eigenständige Bestandsnehmerin im Gebäude Währingerstraße 59 ist!
und
obwohl der WUK-Vorstand von der Generalsversammlung des WUK nicht legitimiert wurde!

Der WUK-Vorstand hat die (für 15.03. geplante) Generalsversammlung des WUK, auf „nach-Corona“ verschoben. Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien nutzen den „Ausnahmezustand“ für ein autoritäres Vorgehen. Dies ist auch ein Schlag gegen die autonomen Gruppen und basisdemokratischen Strukturen im WUK. Wir nennen es ein KaK (*) – Verhalten!
(*) K u K – ehemals „Kaiserlich-Königlich“, aktuell neoliberal „Kurz und Kogler“

Der WUK-Vorstand und die Stadt Wien wollen damit das FZ – ein autonom-feministischer öffentlicher Frauenort für Frauen, Lesben, Migrantinnen und Mädchen – dem WUK unterstellen. Wir lassen das nicht zu und nehmen das nicht hin. Wir lassen uns nicht zwangsverheiraten. FZ bleibt eigenständig und widerständisch!

Die Stadt Wien verlangt einen Mietvertrag als „Gegenleistung“ für die notwendigen Sanierungsarbeiten zu der sie als „Hausbesitzer“ des denkmalgeschützten Gebäudes verpflichtet ist. Der Mietvertrag beinhaltet Miete für die Räume, die wir uns als FZ und sich auch etliche Gruppen im WUK nicht leisten könnten und zum Teil mit Subventionen ans WUK gegengerechnet werden. Und wir wissen, Subventionen können auch gekürzt und gestrichen werden….
Für das FZ-Wien gehen wir von einem „konkludenten Nutzungsvertrag“ aus, der weiterhin, seit nun mehr als 39 Jahren, besteht.
Die Stadt Wien zeigt mit ihrer illegitimen Mietvertragsunterzeichnung ihr selbstgefälliges, patriarchales und autoritäres Vorgehen;
patriarchal, weil sie einen eigenständigen Frauenraum einem gemischten Verein unterstellen will;
selbstgefällig weil sie laut Mietvertrag auch über die Nutzung von Teilen des Gebäudes, u.a. über den Hof, die Keller und Dachböden im WUK und im FZ, selbst bestimmen will;
autoritär, weil sie diese Mietvertragsunterschriften, über die Stimmen der WUK-Generalversammlung hinweg, mitträgt.

Solidarisiert euch mit dem FZ!
Solidarisiert euch mit den kritischen Stimmen und Gruppen im WUK!
Nehmt Kontakt auf und organisieren wir gemeinsamen Widerstand!

Wir haben vorab einen ähnlichen Offenen Brief an die Bereiche und autonomen Gruppen im WUK geschickt und diese zu einer Haus- und Hof-Versammlung am Samstag, 02. Mai 2020, 18:00 Uhr, im WUK- und FZ-Hof „zu ebener Erde“ und in den Räumen rund um die Stiege 6 eingeladen; mit 2 m Abstand und wenn nötig mit Schutzmasken. Wir stellen drei Megafone und, wenn es braucht, auch ein Mikrofon mit Lautsprecherbox zur Verfügung. Über mitgebrachte Speisen und Umtrunks und aktionistische Beiträge freuen sich alle. Ihr könnt auch gerne vorbei kommen!

Trotz und mit sozialem und politischem Ausnahmezustand – bleiben/werden wir solidarisch und widerständig!

feministische Grüße
FZ-Plenum vom 16.04.2020

Kontakt mit dem FZ: Mail: fzbleibt@riseup.net, Tel.: 0664-4710116


Pressetext, August 2019

Gespart wird, wo wenig zu holen, aber viel kaputt zu machen ist!
Feministische Organisationen kämpfen ums Überleben und fordern mehr Budget

Vertreterinnen* feministischer Organisationen, die im Jahr 2018 und 2019 von Kürzungen und Streichungen von Förderungen seitens des türkis-blauen Frauenministeriums betroffen waren und sind, führten am 26. August 2019 ein Gespräch mit Frauenministerin Ines Stilling. Sie wiesen auf ihre prekäre, existenzbedrohende Situation hin. Die Organisationen betonten, dass die Aufrechterhaltung bestehender Angebote schon allein aufgrund fehlender Valorisierungen in den letzten Jahren bereits schwierig war und sich die Situation durch die erneuten Streichungen bzw. Kürzungen der türkis-blauen Regierung verschärft hat. Die Frauenministerin zeigte großes Verständnis und sprach den Organisationen ihre Wertschätzung aus, gab aber zu bedenken, dass das Budget seit 2010 nicht mehr erhöht wurde und sie gegenwärtig keinen Handlungsspielraum hat.

Die Vertreterinnen* der Organisationen betonen: „Es darf nicht sein, dass zum Teil über Jahrzehnte aufgebaute Strukturen zur gesellschaftlichen Stärkung von Frauen* in ihrer Weiterarbeit gefährdet werden.“ Feministische Organisationen fordern, dass das Budget des Frauenministeriums erhöht wird, um die gesellschaftlich notwendige Arbeit voranzubringen.

Sämtliche Streichungen und Kürzungen müssen zurückgenommen werden!

Hier übermitteln wir eine ausführliche Stellungnahme, die der Frauenministerin überreicht wurde.

Für Rückfragen: Monika Jarosch, Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP (Innsbruck), Tel: 0650-2632870 oder Franziska Schrolmberger, ÖBV – Via Campesina Austria, Tel: 0660-1007065

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