Verwandtschaft und Gefährt*innen in Comics

Mit V. Erin Sedelmaier (Kulturwissenschafter*in, Multiplikator*in in queerer Bildungsarbeit)

Die Idee der Gefährt*innenschaft bietet eine alternative Form des Zusammenlebens. Menschliche Beziehungen wurden durch die traditionellen Konzepte Familie und Verwandtschaft strukturiert, um körperliche und emotionale Bedürfnisse zu befriedigen und die Arbeitskraft wiederherzustellen. Am Beispiel der erfolgreichen Comicserie Hilda werden Körper gezeigt, die sich der Binarität Tier/Mensch entziehen. Diese Wesen stellen einen fruchtbaren Boden für Beziehungen abseits patriarchaler Normen dar, weil sie nicht auf repressiven Kategorisierungen wie Geschlecht, race oder Spezie beruhen. Wie ge- oder misslingt dadurch Gefährt*innenschaft?

Ort: Breite Gasse 3, 1070 Wien, auch als Livestream via YouTube (tba)

Fortsetzung der Reihe ResistingSigns – Comics als queer-feministisches Medium des Widerstands

Eine Veranstaltung für Alle

Moderation Sabine Prokop (VfW)
In Kooperation mit dem Depot
gefördert von :

ACHTUNG: das Depot (WC) ist leider nicht barrierefrei ausgestattet!!

Es ist doch alles in Ordnung

mit Yasemin Hickl (Regie), N.N.

Die junge Tänzerin Delilah entscheidet sich in einem tiefen emotionalen Zwiespalt für eine Schwangerschaftsbeendung. Während der intensiven Proben für einen wichtigen Tanzwettbewerbt beginnt sie, die körperlichen und psychischen Nachwirkungen zu spüren. Der Film behandelt die emotionalen Nachwirkungen und den gesellschaftlichen Druck rund um das Thema Schwangerschaftsbeendung und stärkt damit das Bewusstsein für eines der aktuell am stärksten gefährdeten Frauenrechte. Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion statt.

Moderation: Erin Sedelmaier

Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Uhr Eine Veranstaltung für alle

„Punk is not ded“ – Marjane Satrapi (1969-2026) oder die unmögliche Nation

Mit Barbara Eder (Journalistin und Autorin)

Am 4. Juni 2026 starb Marjane Satrapi mit 56 Jahren – laut Pressemeldung „an Traurigkeit“. Zwei Jahre zuvor hatte sie mit einem monumentalen Wandteppich für Olympia ihr Französischsein unter Beweis gestellt; in ihren Comics dagegen waren nationale Identifizierungen nie zu haben. Der erste Band von „Persepolis“ erzählt die Geschichte einer Revolution, die erst im Nachhinein zu einer iranischen wurde. Satrapis Darstellung fokussiert auf das Besondere im Allgemeinen – und damit auf die „Frau als Mensch“: Ihrer Isotype wohnt ein Individuum inne, das sich als Feministin dem Nation-Werden widersetzt.

Moderation: Alex Enderle

Fortsetzung der Reihe ResistingSigns – Comics als queer-feministisches Medium des Widerstands