Krieg und Friedensbewegung: Feministische Perspektiven
Die aktuellen kriegerischen Katastrophen lassen nicht nur westeuropäische Friedensillusionen, sondern auch die bequeme Einbettung unserer Gesellschaften in ein Friedenskontinuum einbrechen. Wir müssen uns also verstärkt mit Krieg, Gewalt, Militarisierung, Geschlechterverhältnissen und Frauen-Friedensbewegungen auseinandersetzen. Geschichts-, kultur-, sozialwissenschaftliche und philosophische Autorinnen und Aktivistinnen bieten in diesem Band einen interdisziplinären Blick auf die fatalen Auswirkungen von Kriegen auf die Geschlechterbeziehungen und das Alltagsleben. Das Buch versammelt sowohl Texte, die den Schwerpunkt auf historische Frauenfriedensbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert legen, als auch internationale, durchaus widersprüchliche Analysen gegenwärtiger Kriegsgeschehnisse. Grundlegende Fragen zu patriarchaler Gewalt in all ihren Erscheinungsformen, legitimiert durch mediale Darstellungen, runden den Sammelband, dem ein Symposium zum gleichen Thema vorausging, ab.
50 Jahre AEP. Jubiläumsfeier am 21. Juni 2024 Laudatio von Birge Krondorfer
Der Queer Ladies’ Almanach ist ein immerwährender Kalender zum Eintragen von persön- lichen Gedenktagen im Jahreskreis. Seine Besonderheit sind Fotografien von Frauenpaaren, deren Lebenszeiten lange zurückliegen und deren Namen (mit zwei Ausnahmen) nicht rekonstruierbar sind. Gefunden wurden sie nebenbei im Handel oder in privaten Alben. Mit der Zeit entwickelten wir eine Sammelleidenschaft und den verständlichen Wunsch, sie in einen Zusammenhang zu stellen, denn romantische Freundinnenschaften gab es schon immer. Ob lesbisch beziehungsweise queer zutrifft oder nicht – die bloße Anmutung einer emotionalen Zuneigung, von offenkundig starkem Interesse für einander oder einfach nur ein vielsagender Ausdruck von Nähe waren ausschlaggebend, dass wir diese unbekannten Frauen mit dem, was wir noch über sie in Erfahrung bringen konnten, zu unserem praktischen Nutzen und Vergnügen hier auf die Bühne unserer Wertschätzung holen.
Für nähere Informationen zum Queer Ladies´ Almanach. Immerwährender Freundinnen – Calendra und für Bestellungen schreiben Sie bitte an office@frauenhetz.at
Feministische Frauenbildung in Wien seit den 1970er Jahren. Erste Erfassung einer undokumentierten Geschichte.
Von Birge Krondorfer
Frauenbildung war und ist ein wesentlicher Teil der Frauenbewegungen und wurde in Österreich bisher weder historisch noch systematisch erforscht. In einer ersten Erfassung, die auch auf Interviews mit Protagonistinnen der letzten Jahrzehnte basiert, wurden die vielfältigen feministischen Frauenbildungsinitiativen in einem Booklet, erarbeitet und im Rahmen der Frauenhetz, zusammengestellt. Das Projekt wird präsentiert und feministische Bildungspositionen können diskutiert werden. Es geht um einen Austausch zwischen den am Prozess Beteiligten, den anwesenden Protagonistinnen und dem Publikum zu einer bildungs- und gesellschaftspolitisch so wichtigen Geschichte und Gegenwart.
Autorin: Birge Krondorfer
Layout: Rosa Zechner
Titelbild: Judith Klemenc
Hgs.: Verein Frauenhetz – Feministische Bildung, Kultur und Politik.
Wien 2022
Das Projekt wurde gefördert von der Stadt Wien – Kultur
Für nähere Informationen zur Broschüre und für Bestellungen schreiben Sie bitte an office@frauenhetz.at
Kleine Geschichte der FrauenLesbenbewegung in Österreich
von Margit Hauser unter Mitarbeit von Birge Krondorfer
Frauengesundheit in Theorie und Praxis. Feministische Perspektiven in den Gesundheitswissenschaften. Hg. Gerlinde Mauerer. Transcript Verlag/ Edition Frauenhetz, Bielefeld 2010.
Frauen und Politik. Nachrichten aus Demokratien. Hg. Birge Krondorfer, Miriam Wischer und Andrea Strutzmann. Promedia, Wien 2008.
ReVisionen. Metabolische Skizze zu einem Evaluationsexperiment. Zusammengestellt und verfasst von Birge Krondorfer (im Rahmen der EQUAL-Partnerschaft WIP – work in process. Migrantische Selbstorganisationen und Arbeitsmarkt).
Gender im Mainstream? Kritische Perspektiven. Ein Lesebuch. Hg. Birge Krondorfer, Wien 2007.
Bildungskontext Frauenmigration. Rahmencurriculum, Selbst-Evaluation und Politik. Hg: maiz, Frauenhetz, Initiative Minderheiten, Wien 2005.
Kritik-Verhältnisse bilden weibliche Subjekte. Reflexion und Praxis feministischer Erwachsenenbildung. AUF N° 114. Wien, Dezember 2001.
Keine hat das Recht auf Gehorsam. In: Die Sprache des Widerstandes ist alt wie die Welt und ihr Wunsch. Frauen in Österreich schreiben gegen Rechts. Milena-Verlag, Wien 2000.
Frauen und Ökonomie oder: Geld essen Kritik auf. Hg: Birge Krondorfer/Carina Mostböck. Promedia, Wien 2000.
Feministische Apostrophe zum weiblichen Begehren. In: que(e)rdenken. weibliche-/männliche Homosexualität & Wissenschaft. Hg: Barbara Hey u.a. Studienverlag, Innsbruck/Wien 1997.
Differenzen und Vermittlung. Feminismus – Bildung – Politik. Edition FRAUENhetz, Wien 1995 .