„Persepolis“– Marjane Satrapi oder die unmögliche Nation

Mit Barbara Eder (Journalistin und Autorin)

Am 4. Juni 2026 starb Marjane Satrapi mit 56 Jahren – laut Pressemeldung „an Traurigkeit“. Zwei Jahre zuvor hatte sie mit einem monumentalen Wandteppich für Olympia ihr Französischsein unter Beweis gestellt; in ihren Comics dagegen waren nationale Identifizierungen nie zu haben. Der erste Band von „Persepolis“ erzählt die Geschichte einer Revolution, die erst im Nachhinein zu einer iranischen wurde. Indem sie in ihrer Darstellung die „Frau als Mensch“ ins Zentrum rückt, zeigt sie sich als Feministin, die sich dem Nationalen widersetzt.

Moderation: Alex Enderle

Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien

Fortsetzung der Reihe ResistingSigns – Comics als queer-feministisches Medium des Widerstands

Eine Veranstaltung für alle