Israel und post-koloniale Mythen

Mit Katharina v. Kellenbach (Prof. emerita für Religious Studies, Paderborn)

Mit dem postkolonialen Narrativ, die Briten hätten den Juden ein Land geschenkt, weil sich Europa für den Holocaust schuldig gefühlt hätte, wird die Komplexität postkolonialer Konflikte und Identitätskonstruktionen verzerrt. An deren Stelle treten Mythen von Schuld und Unschuld, Macht und Ohnmacht, Siedlern und Indigenen. Dabei ist Postkolonialismus eine analytische und keine moralische Kategorie, und es lohnt sich die Geografie und Geschichte, Religion und Politik noch einmal genauer anzuschauen. 

Moderation: Birge Krondorfer

Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien

Offen für alle